In der Ortschaft Posern beim ehemaligen Jodschwefelbad
ist der Beginn unserer Wanderung. Kommt man mit dem Auto aus Gosau,
so fährt man auf der Bundesstraße in Richtung Bad Ischl.
Kurz nach der OMV Tankstelle zweigt man bei einer Radarbox nach rechts
in die Ortschaft Posern ab. Nach ca. 300 m - etwas oberhalb des geschlossenen
Jodschwefelbades - gibt es Parkmöglichkeiten auf der linken Straßenseite.
Zuerst geht es steil bergan auf einer schmalen Straße vorbei
an den letzten Häusern in den Wald. Nach ca. 20 min bis 30 min
kommt man zu einer Weggabelung Richtung Ewige Wand. Nun kann man wählen.
Entweder bleibt man im Wald und wandert einen der Ewigen Wand vorgelagerten
Weg bergwärts bis zu einer Forststraße und von da weiter
auf den Radsteig oder sicher schöner man geht über der Wand
fast an der Kante bleibend hinauf zum Radsteig. Für diese Variante
geht man bei der Weggabelung waagrecht nach links direkt zur Wand.
Hier wurde 2006 ein Sagenweg errichtet und es befinden sich links
und rechts des Weges in Wurzeln geschnitzte Tiere und Sagenfiguren.
Einen herrlichen Aussichtspunkt vermittelt der Bereich, wo der Weg
durch die Wand gesprengt wurde. Zwischen den Tunneln sind einige Bänke
aufgestellt, die zum Rasten einladen. Hier beginnt auch ein kurzer,
aber sehr eindrucksvoller Klettersteig.
Mit Erreichen des Waldes zweigt der Weg unmittelbar nach dem letzten
Tunnel nach rechts ab. Leicht zurückversetzt im Wald geht es
nun steil bergan zum Radsteig. Immer wieder gibt es herrliche Aussichtspunkte
direkt an der Kante der Ewigen Wand. Wenn man Glück hat, kann
man von der Aussichtswarte Kletterer bebachten, die hier ihrer Leidenschaft
nachgehen. Nun ist der Radsteig nicht mehr weit. Hier befindet sich
erneut eine Weggabelung. Ein kurzer ca 20 m langer, unschwieriger
Klettersteig trennt einem vom Fuß der Ewigen Wand. Wenn man
den Gipfel des Predigstuhl nicht mehr machen will, kann man hier wieder
absteigen.
Wir lassen nun den Bereich der Ewigen Wand, es ist nicht mehr weit
bis zum Prdigstuhl. Nach gut 20 bis 30 min stehen wir am Gipfel. Vorsicht,
die Wand bricht vom Gipfel gut 100 m ab. Kinder sollte man hier unbedingt
anseilen. Unter uns sehen wir das Roßmoos, weiter drüber
die Felsstürze der Zwerchwand. Über dem Hallstättersee
sieht man in der Ferne den Dachstein.
Der Gipfel des Predigstuhl ist wie gesagt sehr exponiert und auch
Ziel von Klettern und Klettersteigapiranten. Vom Gipfel zurück
erreicht man nach 5 Minuten eine Weggabelung bei einer Bank. Links
geht es wieder zurück zum Radsteig, rechts führt der Weg
hinunter zum Berghotel Predigstuhl. Der Weg ist im oberen Teil sehr
schön, dann geht es steil hinunter zu einer Forststraße.
Folgt man dieser nach rechts, gelangt man nach ca. 15 min zum Berghotel
Predigstuhl. Wir lassen das Hotel links liegen und bleiben auf der
Forststraße, wo wir bald darauf wieder die Ewige Wand sehen.
Wir haben den Predigstuhl sozusagen zu ¾ umrundet.
Nach 5 bis 10 min kommen wir zu einer Abzweigung, wo der Weg im Wald
wieder hinunter nach Posern führt.
Alternativen:
1) Man kann auch vom Berghotel Predigstuhl zu einer Runde auf den
Predigstuhl starten. Hier sollte man nur beachten, daß beim
westlichen Anstieg - in Blickrichtung der linke Anstieg - eine kurze,
20 m lange Klettersteigpassage überwunden werden muß. Das
ist nicht schwierig, erfordert jedoch Trittsicherheit und Schwindelfreiheit.
Beim Anstieg über die andere Seite gibt es keine nennenswerten
Schwierigkeiten. Gleich oberhalb des Hotels gabelt sich die Forststraße.
Man folgt der rechten Forststraße bergwärts. Eine Abzweigung
nach 50 Metern zum Roßmoos (Wegweiser) läßt man links
liegen. Nach 20 Minuten zweigt ein Weg von der Forststraße nach
links ab und steil führt ein Weg hinauf zum Predigstuhl. Auch
hier gibt es einen Klettersteig, auf den ein Wegweiser auf der Hälfte
des Weges hinweist.
2) Auch bei der Rathlucknhütte kann man in diese Runde einsteigen.
Von hier gelangt man in ca. 20 min zur Ewigen Wand, dort wo der Weg
durch den Berg gesprengt wurde. (weitere Wegbeschreibung, siehe oben)
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